Schützenfest 2008 - Seite 3

Schnapsklatsche beim König

Am Samstag konnte es die bierselige Bevölkerung nicht abwarten und bevor der Oberst zum Appell blasen konnte, waren schon die ersten durstigen Besucher vor Ort. Mit einigen kühlen Hefeteilchen ruhig gestellt, harrten sie der Dinge, die da kommen mochten. Nachdem der Oberst für das Zahlreiche Erscheinen und die Gute Vorarbeit der Gildemeister gedankt hatte, ging es alsbald auf zum baldigen Ex-König Andreas, welcher im vergangenen Jahr den Piepmatz vom Blech gefegt hatte. Neufähnrich Tobi, erstmalig mit dabei und direkt den Stellvertreterposten für Schlado an der Backe, der unverständlicherweise die falschen Prioritäten setzte und lieber zur Hochzeit seines Bruders gegangen ist, statt mit uns zu feiern, holte sich gemeinsam mit dem Oberst die erste Schnapsklatsche des Tages in Form eines eisgekühlten Aufgusses von Beeren der Heide, auch Wacholder genannt.

Es lebe der König!

Hiernach wurde der König ordentlich gehuldigt, worauf hin er sich nicht Lumpen ließ und direkt mit frischem Pilsbier seine Aufwartung machte, was wir gerne annahmen. Nach Abmarsch der Front stiefelten wir in Begleitung des Spielmannszuges, "made in Korea", zurück zur Festwiese, wo man uns lautstark Willkommen hieß. Der Oberst ließ zur Vogelstange wegtreten und wünschte den Schützen viel Erfolg, sichere Hand und always toi, toi, toi.

Der Startschuss

Spieß Jürgen nahm in gewohnter Geschäftsmäßigkeit den Griffel zur Hand und führte akribisch Buch über Erfolg und Misserfolg. Die Wertmarken fanden reißenden Absatz, was bei dem durstigen Wetter und der sensationell günstigen Preisgestaltung kein Wunder war und das Vogelschiessen nahm seinen Lauf. Es wurde ein hartes Ringen, der Vogel war zäh wie Leder und hatte ein dickes Fell, das Mistviech. Nach einigen Runden zeigten sich erste Erschöpfungserscheinungen bei den Schützen, die nur mit einem entsprechenden Energy-Mix aus flüssigem Hopfenextrakt und konzentriertem tierischen Eiweiß vom Grill zu beheben waren. Dermaßen gestärkt hielten sich die Schützen weiter ran und siehe da, auch dem stärksten Adler kann man die Flügel stutzen. Vor allen Dingen auch deshalb, weil Gildemeister Heiner himself für das Preisscheißen, äh Schießen je fünf Pullen Pils für Kopf, beide Flügelchen und den Königsschuss ausgelobt hatte.